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Filmtagebuch, Gedanken, Gekritzel, Neuigkeiten, ...

Was sind die Bewertungskriterien für einen Film? Spaß? Erinnerungswürdigkeit? Je nach Lust und Laune oder gibt der Film seine Kriterien bereits selbst vor?

Toplisten: unabgeschlossen, meist mit Anspruch zur Vollständigkeit und
trotzdem sinnvoll als Quelle der Inspiration und anerkanntes Mittel der
Kanonisierung

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri: Zirkel der Gewalt ist
undurchbrechbar. Der Film hat keine oder nur fließende Identifikationspunkte
Die Figuren sind alle schlecht (und gut?).

Trailer des Monats:

Mai, 2018
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Straw Dogs - Die unabdingbare Gewalt des Sozialen

Die Begierden und Wünsche, die Forderungen an die anderen und die eigene Moral und Meinung über das richtige Leben prallen derart aufeinander, dass jede utopische Idee von einem harmonischen Miteinander der Menschen kompromisslos ad absurdum geführt wird. Denn auch die Hauptperson, der rationale Mathematiker David, eckt mit seinem allzu stabilen Weltbild an [...]
13 Mai 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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6 Balloons - Vom Ersticken

Eine Überraschungsfeier. Ein Heroinsüchtiger und seine sich sorgende Schwester. Mit dabei sein Kind. Aus dieser Dreiteilung bezieht der Film seine Qualitäten. [...]
10 Apr 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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Professor Marston & The Wonder Women - Männliche Männer, frauliche Frauen

Hinter dem Deckmantel der momentan sensiblen Themen Polyamorie und BDSM versteckt sich der Film und begibt sich auf sicherstes Terrain, wenn die Dreierbeziehung von allen aus tiefstem Herzen gewollt dargestellt wird und die Bondage- und Unterwerfungspraktiken auf beiderlei oder hier dreierlei Einverständnis beruhen. [...]
30 Mar 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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The Killing of a Sacred Deer - Parasitäres Unheil

Am Anfang sehen wir das unheilvoll pulsierende Herz eines auf dem OP-Tisch liegenden aufgeschnittenen Mannes. Das Bild liefert ein Vorgefühl dessen, was noch kommen soll. Die sonst starr errichtete Mauer der Abschottung eines idyllischen Familienlebens wird durchdrungen und beginnt zu bröckeln. Der Eindringling ist ein psychopathischer 16-Jähriger. [...]
23 Mar 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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Fish Tank - Leidende und hoffende Herzensöffnungen

Der Fokus liegt auf Mias Innenwelt. Ihre Träume, ihr Begehren und ihr Leiden sind das, was die Essenz des Filmes ausmachen. Und diese entstehen nicht, wie man es erwarten würde, in Reibung zu den harten Umständen, in denen sie aufwächst, sondern durch die fast rohe, auf ihren Kern hin abgeschälte Emotionalität und Expressivität einer strebenden Teenagerin [...]
11 Mar 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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Der die Zeichen liest - Pechschwarze Satire?

Konfrontiert mit der Frage, warum er nicht beim Schwimmunterricht teilnehme, bekennt er sich auf das Drängen seiner Mutter hin zu seiner Religion, die das zunächst noch mit einem Lachen abtut. Im weiteren Verlauf verhärtet sich dieses Bekenntnis und die Umstehenden zeigen sich kraftlos gegen die Wucht der klaren Worte. Einzige Gegenspielerin ist Benjamins Lehrerin [...]
03 Mar 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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Mute - Duncan Jones Netflix-Film

Der Film fängt stark an. Mit Leichtigkeit transportiert er einen von Anfang an in die Atmosphäre eines dystopischen Berlins der Zukunft. Das ist aber keine düstere Weltuntergangsphantasie, sondern ein bunt-punkiger Schauplatz, der liebevoll gestaltet, zumindest fürs Erste, Innovationen erhoffen lässt. Hier zeigt Duncan Jones auch sein Gespür für eine filmische Rhythmik [...]
23 Feb 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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Porto - Eine zähe Zeiterfahrung

Porto ist eine Poesie des Banalen, des Flüchtigen und der Pausen zwischen den Ereignissen. Eine melancholische Konfrontation mit der Vergänglichkeit und ein Bekenntnis zur Entschleunigung im vermeintlich zerstreuten Zeitalter der Ruhelosigkeit. Jeder Moment der Leidenschaft mahnt zugleich vor seinem unausweichlich kommenden Ende. [...]
21 Feb 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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Lady Bird - Achselzucken

Wie Albert Camus Bezugnahme auf den „Mythos des Sisyphos“, in dem Sisyphos auf ewig verdammt ist eine riesen Steinkugel immer wieder von neuem einen Berg hochzurollen, lässt auch Gerwig das Absurde des Daseins in „Lady Bird“ durch die Bilder sprechen. Alles das Gesehene kennt man doch irgendwie schon? Alle diese Elemente jugendlichen Reifens sind doch nichts Neues im Film? – Aber genau das versuchen die Bilder auch nicht zu sein. [...]
17 Feb 2018Weiterlesen
Von Björn Höller
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Thelma - homo digitalis

Endlich ein Film, der sich aus dem Wust der retrophilen uninspirierten Filme abzuheben weiß, dessen Stil und Inhalt dermaßen konvergieren, wie es im Kino selten zu sehen ist. Der neuste Film des norwegischen Regisseurs Joachim Trier erzählt die Geschichte einer jungen Frau namens Thelma, die ihr Elternhaus verlässt, um zu studieren und einen Platz in der Welt zu finden. Dieses Verlassen ist kein Entreißen, kein sich aggressiv Emanzipieren, sondern ein nacktes „In die Welt geworfen sein“ [...]
10 Feb 2018Weiterlesen
Von Björn Höller